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BER endlich offen

Kaum ist der neue Hauptstadt-Flughafen BER eröffnet, werden die Strukturen auf Sparflamme geschaltet: Wegen einbrechender Passagierzahlen soll das neue Terminal 5 – das ist das Gebäude des ehemaligen DDR-Zentralflughafens Schönefeld – ab März wahrscheinlich vorübergehend geschlossen werden. Wie es heißt, sollen damit Kosten gespart werden. Laut Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup wäre das Aus für Terminal 5 nur vorübergehend, bis die Passagierzahlen wieder steigen.

Mit der Eröffnung des BER endete mittlerweile der Flughafenbetrieb in Tegel. Am 8. November ist mit dem Flug Air France AF1235 zum letzten Mal ein Flugzeug vom Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“, kurz TXL, gestartet. Damit endete der Flugbetrieb in Tegel, und das Areal wurde symbolisch an die Stadt übergeben. Nach dem gültigen Planfeststellungsbeschluss zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) muss der Flughafen Berlin-Tegel ab der vollständigen Inbetriebnahme des BER noch sechs Monate betriebsbereit gehalten werden. In dieser Zeit werden allerdings keine Flüge mehr in Tegel stattfinden. Nach Ablauf der sechs Monate wird auf dem ehemaligen Flughafengelände ein neues Stadtquartier entstehen.
Für den Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller,  ist dies kein einfacher Abschied. „Das Herz vieler Menschen in Berlin hängt an Tegel. Kein Wunder: Denn dieser Flughafen war enorm wichtig für unsere Stadt und er hatte eben auch eine symbolische Bedeutung über den reinen Flugverkehr hinaus. Doch für den Flughafen Tegel bedeutet dies gleichzeitig einen wichtigen Neubeginn. Dieser Standort hat eine bewegte und erfolgreiche Vergangenheit. Aber er hat auch eine große Zukunft. Tegel wird in den kommenden Jahren einer der spannendsten Orte unserer Stadt. Dafür sorgt das Projekt „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“. Auf dem Areal des Flughafens Tegel entsteht ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien. Ein Hotspot für Innovationen, der Potenzial für Arbeitsplätze für bis zu 20 000 Beschäftigte bietet und sich als einer der Zukunftsorte Berlins positionieren wird. Mit Flächen für Industrie, Gewerbe, Messen und Kongresse sowie für Wissenschaft und Forschung.“
Auch Flughafenchef Lütke-Daldrup blickt mit Wehmut zurück: „Von den Anfängen der Fliegerei bis zum Massentourismus per Flugzeug: alles hat in Tegel stattgefunden. Möglich gemacht haben das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und ihrer Partner am Flughafen. Sie haben Außergewöhnliches geleistet und den Flughafen unvergesslich gemacht. Die Architekturikone war für die Berliner jahrzehntelang das Tor zur Welt. Deshalb gab es keinen passenderen Abschied für Tegel als einem Flug der Air France.“
Am 1. November hat am Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt der Regelbetrieb mit den ersten kommerziellen Abflügen begonnen. Insgesamt wurden am ersten Tag des regulären Betriebs am Terminal 1 über 3 000 Fluggäste erwartet. Bereits einen Tag zuvor wurde der Airport mit der Ankunft der ersten beiden Flugzeuge von easyJet und Lufthansa eröffnet. Nach der Landung auf der nördlichen Start- und Landebahn des BER wurden die Fluggäste, darunter easyJet CEO Johan Lundgren und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr, von Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup im Terminal 1 begrüßt. Am symbolischen Eröffnungsakt im kleinsten Kreis nahmen auch der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sowie der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, und der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rainer Bretschneider, teil.
 


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