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50Hertz leistet Pionierarbeit in der Ostsee

Unternehmen bindet Offshore-Windparks ans Stromnetz auf dem Land an

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Offshore-Windparks in der Ostsee sollen in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Die auf See erzeugte Windenergie in das Stromübertragungs- und Verteilernetz an Land zu bringen, ist die Aufgabe des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz.

Am Anfang waren die Hoffnungen in die Offshore-Windentwicklung groß. Aber man merkte, dass viele technische Herausforderungen auf dem Weg liegen und jenseits schwieriger Technik auch noch das eine oder andere bei Finanzierungen, bei Verträgen und bei Genehmigungen zu lösen war. Sagt Dr. Henrich Quick, bei 50 Hertz Leiter der Offshore-Projekte. Die Auktionen, die im Frühjahr 2017 und 2018 gelaufen sind, haben nach seinen Worten jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass Offshore Wind eine kostengünstige und sehr verlässliche Technologie sein kann, die die Energiewende voranbringt. „Es gab lange Zeit viele Leute, die skeptisch waren und die schwierigen Bodenverhältnisse der Ostsee immer als Abwehrgrund gesehen und die Nordsee bevorzugt haben." Doch die Ostsee habe sich mittlerweile gegen Nordsee-Projekte hervorragend durchsetzen können. Für 50Hertz war immer wichtig, dass in Deutschland eine ausgewogene Entwicklung in der Ost- wie in der Nordsee stattfindet, „damit sowohl die wirtschaftliche Entwicklung in den Küstenregionen ausbalanciert ist und wir als Netzbetreiber die Risiken der Energieerzeugung streuen und von lokalen Wetterspitzen entkoppeln können".

50Hertz ist bereits vor zehn Jahren in Offshore Wind als Partner für den Netzanschluss eingestiegen und hat mit dem Projekt Baltic 1 zusammen mit der EnBW im Jahr 2010 den ersten kommerziellen Offshore-Windpark in Deutschland in Betrieb genommen. Der Park liegt nördlich des Darß und ist mit 48 Megwatt (MW) relativ klein, eher mit einem kleinen Heizkraftwerk vergleichbar. Der zweite Windpark war Baltic 2, der 2015 in Betrieb ging. Mit 288 Megawatt hat er eine deutlich höhere Leistung und stellte damals den nächsten größeren Schritt in der Entwicklung der Windparks dar. Inzwischen ist die Entwicklung um eine weitere neue Windpark-Generation erheblich vorangekommen. Diese Anlagen werden gerade errichtet. Dabei handelt es sich um den Bereich Cluster Westlich Adlergrund als Projekt Ostwind 1, östlich von Rügen. Dort gibt es besonders viele Flächen, die für Offshore Wind geeignet sind.