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Rücktritt als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates / Keine Zusammenarbeit mehr mit Neutrino-Chef Holger Thorsten Schubart

Der frühere Bundesverkehrsminister Prof. Dr. Günther Krause hat mit sofortiger Wirkung jede Zusammenarbeit mit der Neutrino Deutschland GmbH und ihrem Geschäftsführer Holger Thorsten Schubart beendet. Wie Krause am 5. April telefonisch gegenüber dem mdw-Magazin sagte, trat er sowohl als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates als auch als Mitglied des Neutrino-Beirates zurück und werde ab sofort keine wirtschaftlichen Aktivitäten mit diesem Unternehmen unterhalten.

Krause und sein Anwalt Peter-Michael Diestel machen die früheren Geschäftspartner Krauses, die Neutrino Deutschland GmbH und Neutrino Chef Schubart, direkt dafür verantwortlich, dass der frühere Bundesverkehrsminister in massive persönliche und unternehmerische Schwierigkeiten geraten ist. Krause beruft sich auf einen Darlehensvertrag über 1,5 Millionen Euro, den die Neutrino Deutschland GmbH aus Berlin seiner Frau versprochen habe. Das Geld sei bis zuletzt aber nicht gezahlt worden, so Krause. Sein Anwalt gehe deshalb gegen die Firma strafrechtlich vor.

Günther Krause war einer der wichtigsten Politiker der deutschen Einheit. Gemeinsam mit Wolfgang Schäuble unterzeichnete Krause 1990 für die DDR-Seite den Vertrag zur Herbeiführung der deutschen Einheit (Einigungsvertrag). Später wurde er als CDU-Politiker zunächst Bundesminister für besondere Aufgaben und dann Bundesverkehrsminister. Krause persönlich hat den Grundstein gelegt für die erfolgreiche Karriere von Angela Merkel. Der langjährigen Bundeskanzlerin, die 1990 in der letzten DDR-Regierung sogar die persönliche Assistentin Krauses war, besorgte er für ihre Kandidatur für den Deutschen Bundestag einen Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern. Seit dieser Zeit ist Mecklenburg-Vorpommern für Merkel ihre politische Heimat, während sich ihr eigentliches Zuhause, ihr Elternhaus, im brandenburgischen Templin, befindet.

Update Stand 01. 06. 2018

Der frühere Bundesverkehrsminister Prof. Dr. Günther Krause, der am 5. April 2018  telefonisch gegenüber dem mdw-Magazin sagte, dass er  jede Zusammenarbeit mit der Neutrino Deutschland GmbH und ihrem Geschäftsführer Holger Thorsten Schubart beendet, hat die Zusammenarbeit mit der Neutrino Deutschland GmbH und ihrem Geschäftsführer Schubart wieder aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg bestätigte gegenüber dem mdw-Magazin, dass sie sowohl gegen Schubart als auch gegen Krause strafrechtlich ermittelt.