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Startschuss für Neutrino-Anwendungen

Anlagenbauer aus Frankfurt/Main und Halle/Saale entwickeln Folienautomaten

Gemeinsam mit einem Konsortium, bestehend aus drei externen Anlagenbauern aus Frankfurt/Main und Halle/Saale, und der Unternehmensführung der Neutrino Deutschland GmbH wurde jetzt der Startschuss zur Herstellung von Vakuum-Beschichtungsautomaten in Deutschland gegeben. Mit Hilfe dieser Gerätschaften, die noch in diesem Jahr im Testbetrieb laufen sollen, werden den heutigen Planungen zufolge ab Mitte 2019 beschichtete Folien produziert. Dabei werden auf die Folien jeweils im Double Silizium und Grafen in Form von Nanopartikeln auf metallischen Untergrund in sechs Schichten aufgetragen. Dieser Vorgang dauert etwa drei Stunden, bevor eine A 4-Folie mit einer Leistung von maximal 3 Watt verfügbar wird.

Der erste Automat, sagt Neutrino-Geschäftsführer Holger Thorsten Schubart, dient nach seiner Fertigstellung als Mittel zur Rationalisierung der Laborarbeit in der Neutrino Deutschland GmbH, ist aber auch als Funktionsmuster für spätere Lizenznehmer der Technologie gedacht. „Um unterschiedliche Anwendungsbeispiele (z.B. 5 KWh Kraftwerke für Elektromobilität) zu entwickeln, zu konstruieren und zu bauen, sind etwa 2 500 Folienbeschichtungen, also 7 500 Stunden in Handarbeit erforderlich. Der wesentliche Schritt zum Nachweis der Anwendbarkeit der Neutrino-Technologie wird deshalb sein, eine Automatisierung der Laborbeschichtung zu realisieren. Dann verbessert sich auch die Qualität; der Vorgang wird preiswert", erläutert der Forschungsdirektor der Neutrino GmbH, Prof. Dr. Günther Krause, gegenüber mdw. Das Konsortium versteht Krause als „Chance, jahrzehntelange Erfahrungen in Ost und West in ein innovatives, neues Produkt münden zu lassen, denn etwa 20 Prozent der Komponenten des Automaten werden Weltneuheiten sein".

Anmerkung der Redaktion:
Dieser Artikel ist nicht mehr aktuell. Professor Dr. Günther Krause ist als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Neutrino Deutschland GmbH zurückgetreten.