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Für Leipziger Porsche-Bauer ist Qualität das A und O

Die 14-jährige Geschichte des Autobauers Porsche am Standort Leipzig setzt sich kontinuierlich fort: Neueste Innovation ist ein Qualitätszentrum, in dem aktuell 150 Mitarbeiter dafür sorgen, dass in Sachen Zuverlässigkeit und Akkuratesse nichts dem Zufall überlassen bleibt.

 

Porsche macht Qualität. Porsche ist Qualität. Vom ersten Blech bis zur letzten Schraube. An diesem gelebten Anspruch lässt der deutsche Sportwagenhersteller nicht rütteln und investiert Millionen dafür, um diese Markenidentität nachhaltig zu bestätigen. Im jetzt eröffneten Leipziger Qualitätszentrum prüfen Techniker und Roboter, ob die Fahrzeuge fehlerfrei sind. Beim mdw-Besuch wurde gerade die Vorserie des neuen Panamera genauestens unter die Lupe genommen, der noch im Mai in Serie ging. „Jeder Porsche ist ein Beweis unseres umfassenden Qualitätsverständnisses", sagt Albrecht Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik der Porsche AG. Und meint dabei sämtliche Unternehmensbereiche. Mehr als zwei Drittel aller jemals gebauten Porsche fahren noch heute. Auch das sei ein Merkmal für die typische Porsche-Qualität.

Die Kundenerwartungen hinsichtlich der Qualität sind mehrdiemensional. Frank Moser, der Leiter Unternehmensqualität bei Porsche definiert den Qualitätsbegriff deshalb über vier Säulen: emotionale und funktionale Qualität, Anmutungsqualität und Servicequalität. Typisch für Porsche und eine Besonderheit in der Automobilindustrie sei ein Qualitätsprozess, der zentral gesteuert, jedoch dezentral in den einzelnen Ressorts und Bereichen umgesetzt wird.. Moser: „Wir müssen bei Porsche niemanden dazu bringen, sich innerhalb seines Fachgebietes um Perfektion und Qualität zu kümmern."

Wie das im Einzelnen funktioniert, sehen wir in den großen schneeweißen Hallen des Leipziger Qualitätszentrums, als wir den Facharbeitern mit weißen Handschuhen über die Schultern sehen. Hier wird mit Händen und Augen geprüft, ob das noch unlackierte Blech Schäden aufweist. Jede noch so kleine Delle, jede Unebenheit ist keine Porsche Qualität und wird zur Makulatur. Ähnlich akribisch steuern und überwachen die Mitarbeiter die Messmaschinen. Drei innovative Methoden, die beispielhaft für die Porsche-Qualitätsarbeit stehen, sind das sogenannte Cubing, der Außenmeisterbock und die Schwarzkarosserie. Beim Cubing kommt eine aus vollem Aluminium gefräste Karosserie in Realgröße zum Einsatz. Sie dient beim Serienanlauf eines Modells der Optimierung und Qualifizierung von Montageteilen und der Funktionsanalyse von Anbauteilen. Der Außenmeisterbock wird im Zusammenspiel mit hochpräzisen Messinstrumenten für die Funktionsanalyse von Blech- und Anbauteilen verwendet. Im Fokus steht die Präzision der Gesamtkarosserie. Hier wird analysiert, wie verschiedene Bauteile insgesamt zusammenpassen. Die Schwarzkarosserie ermöglicht das exakte Beurteilen der Karosserie-Außenhaut und deren Oberfläche.

Künftig steht für Porsche die Herausforderung, neue Technologien, etwa Digitalisierung, Smart Mobility und Elektromobilität in die Fahrzeuge zu integrieren. Das gilt auch für Apps, Internetdienste und Konnektivität. „Wir müssen hier eine hohe Konzeptqualität sicherstellen und Qualität neue denken", sagt Frank Moser. Es gebe verschiedene Kennzahlen, die Qualität messbar und transparent machen. Beispielsweise die genauen Zahlen zu Schadensfällen und Gewährleistungskosten im TÜV-Report 2016. Moser: „Dort liegt der Porsche 911 in gleich drei Alterskategorien auf dem Spitzenplatz bei Fahrzeugen mit den wenigsten Mängeln."