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Am Rande der Stadt lebt sich's gut

In der Berliner Plattenbausiedlung Allende-Viertel gibt es kaum Leerstand

Von Eberhard Aurich
Städte ziehen immer mehr Leute an. Seriöse Prognosen für die nächsten fünfzig Jahre behaupten gar, dass dann die Mehrheit der Menschen in Städten – und dann meistens in Hochhäusern – lebt. Berlin gehört zu jenen Metropolen, die das heute schon erleben. Die Hauptstadt Deutschlands wächst, und die Zugezogenen oder Zugewanderten suchen eine Wohnung. Wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht; da wurden unbedacht noch Wohnungen abgerissen, jetzt werden sie händeringend gesucht. Der Wohnungsmarkt boomt, die Immobilienpreise und Mieten steigen; mit Wohnungen lässt sich gerade angesichts des Mangels offensichtlich viel Geld verdienen. Die Politik sucht hilflos nach raschen sozialverträglichen Lösungen, die möglichst wenig kosten. Neue Bauprogramme werden entworfen. Mietsteigerungen, Gentrifizierung, Vertreibung von Bewohnern an den Stadtrand, Ghettoisierung sind heute alltägliche Schlagworte. In der medialen Widerspiegelung wird dabei das Leben am Rand der Stadt eher als wenig wertvoll, nicht selten gar für abschrek-kend erklärt, als ob sich in Deutschland Slums am Rand ihrer Städte bilden würden.

Wer im Zentrum von Berlin wohnt, der hat jede Menge Touristen vor seiner Haustür oder gar in Ferienwohnungen im Haus, kann zu Fuß jederzeit ständig Events- und Fanmeilen in der Nähe besuchen, hat einen kurzen Weg zur Kneipe am Tag und in der Nacht, hat alle Kultureinrichtungen vor der Tür, lebt evtl. in architektonisch wertvollen, oft denkmalgeschützten Gebäuden, kann ständig Staatsgäste fotografieren, ist laufend im Fernsehen, kann Freunden posten: „Ich wohne in der City von Berlin!" Warum soll also derjenige, dem dieses gehobene Niveau behagt, nicht dafür auch eine höhere Miete zahlen?

Unsereins lebt am Stadtrand wesentlich ruhiger und sicher auch zufriedener. Alles, was wir für den Alltag brauchen, haben wir in der Nähe: Mehrere Einkaufscenter, Baumärkte, Bank, Post, Krankenhaus mit Rettungsstation, Ärztehaus (früher Poliklinik), Schwimmhalle, Sportplätze, Spielplätze für Kinder und Jugendliche, Gymnasium, Grundschule, KITAs, Klubs, Altersheime und Pflegedienste, einen schönen Park mit singenden Nachtigallen, unendlich viel Wald vor der Haustür, zwei Kilometer entfernt den Müggelsee und die höchsten Berge Berlins, Kultur in der Altstadt Köpenicks, Straßenbahn und Bus im 10-Minuten-Takt, um schnell auch ins Berliner Zentrum zu kommen.

(Den vollständigen Text lesen Sie im mdw-Heft Dezember 2013.)


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