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Kleinstkraftwerke für den Antrieb von Elektroautos

Trabant mit Neutrino-Technik im Herbst auf den Straßen unterwegs

Carl H. Hahn, der frühere Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, kaufte 1990 den letzten in Zwickau gefertigten Viertakter-Trabant. Heute kurvt der mittweile 90-Jährige mit dem zum Freizeitgefährt umgebauten Wagen in seinem italienischen Feriendomizil herum (Foto oben). Die Neutrino Deutschland GmbH unter Leitung von Holger Thorsten Schubart will 27 Jahre nach der deutschen Einheit das legendäre DDR-Auto durch Neutrino-Energie zum Laufen bringen. Wie das geschieht, beschreibt der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause, der für die DDR den Einigungsvertrag aushandelte und unterschrieb und heute maßgeblich an der Projektentwicklung beteiligt und Mitglied des Neutrino-Beirates ist.

Neutrino-Energie wird oft mit „Geisterteilchen" in Verbindung gebracht. Dabei sind die „Geister-Zeiten" seit Verleihung des Nobelpreises für Physik im Oktober 2015 an Arthur McDonald und Takaaki Kajita vorbei. Beide wiesen nach, dass jedes Neutrino eine Masse hat. Und wir wissen nach Einstein, dass der Durchmesser eines Teilchens sehr klein ist, aber eben nicht Null! Energie ist Masse multipliziert mit der Beschleunigung ins Quadrat (E = m x c²). Warum wird also immer noch darüber diskutiert, ob die Strahlung etwa in Strom umgewandelt werden kann. Das „Ob" war gestern, heute und in Zukunft werden wir das „Wie" nachweisen.

Die Neutrino-Gruppe hat ein Konzept im Labor entwickelt, mit dem Alu-Folien mit speziell aufbereiteten Graphit- und Silizium- Stoffen durch eine Plasmabeschichtung aufgetragen werden. Ergebnis: ein etwa A4- großes Blatt aus Aluminiumfolie mit mehreren Schichten kann eine Leistung von zwei bis drei Watt erzeugen. Die Neutrinos erzeugen Vibrationen in der dichten Graphit-Stoffschicht, so dass sich die Geschwindigkeit der Neutrinos verringert. Wir fangen keine Teilchen ein, sondern wir wandeln Bewegungsenergie in Strom um.

Derzeit konzipieren wir einen Automaten, der ab dem Sommer gebaut wird und pro Stunde etwa 100 beschichtete Alufolien produzieren kann. Da Neutrino-Strahlung permanent auf der Erde ankommt (rund 10 Milliarden Teilchen/cm²/sec.), können diese Folien übereinander gepackt werden, so dass mit dem Automaten die Voraussetzungen gegeben sind, 30 bis 50 Folien zu stapeln und etwa 100 bis 150 Watt Leistung zu erzeugen. Diese Leistung kann überall abgegriffen werden – auch für die Erzeugung von Elektromobilität in einem fahrenden Fahrzeug. Darauf konzentriert sich die Neutrino Deutschland GmbH zuvörderst.

Das Unternehmen hat ein Kraftwerk konzipiert, das die Größe eines Pilotenkoffers besitzt. Nach unseren Berechnungen werden wir permanent 5 KW/h Leistung produzieren – eine ideale Ergänzung eines E-Mobiles. Im Herbst wollen die Neutrino-Wissenschaftler mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen und den ersten Kleinwagen, einen Trabant, mit Neutrino-Antrieb auf die Straße bringen. Dazu ist ein Demonstrationsversuch geplant, mit dem Trabant von der Insel Rügen nach Berlin und weiter ins Erzgebirge und von dort zurück nach Berlin zu fahren.

Ein Trabant wurde deshalb ausgesucht, weil er ein leichter Kleinwagen ist und eine relativ kleine Batterie (z. B. 10 KW) benötigt. Während der Fahrt werden dann pro Stunde die 5 KW zugeladen, so dass durchaus Distanzen von 400 bis 500 Kilometer gefahren werden können. Wird die Batterie vergrößert, ist einerseits das Hochladen auch gegeben, aber anderseits die Distanz auf der Autobahn deutlich länger. Das hängt dann nur von der Größe der Batterie und/oder des Kraftwerkes ab. Wenn dieses Fahrzeug dann zwei Stunden steht, ist die 10-KW Batterie ohne Ladesäule wieder voll aufgeladen.

Das Kraftwerk ist ein „Nachrüstsatz" in unserer Lösung, die als Funktionsbeweis zu betrachten ist. Pilotlösungen können dann von Automobilherstellern mit unserer Technologie (Lizenz) gebaut werden. Selbstverständlich kann das Kraftwerk überall eingesetzt werden, wo Strom gebraucht wird – im Büro, in der Produktion, im Haushalt aber auch in der Wüste oder unter Wasser (U-Boot).

Neutrinos sind für uns keine Geisterteilchen mehr, sondern eine permanent zur Verfügung stehende erneuerbare Energie, die Wind- und Sonnenkraftwerke sinnvoll ergänzt und auch dezentral nutzbar ist. Neutrino-Energie ist grundlastfähig. Die Neutrino-Investoren wollen mit der Entwicklung und Präsentation des Kleinstkraftwerkes in diesem Jahr den Nachweis erbringen, dass die Geisterzeit vorbei ist, denn im Labor erzeugen wir schon Energie! Elektromobilität ohne Ladestation, davon sind wir überzeugt, ist eine gute Zukunft gegen den Klimawandel!