Kontakt

mdw
Mitteldeutscher Wirtschaftsverlag GmbH
Vor dem Viehtor 22
39576 Stendal

Telefon: 03931 / 21 06 22
Fax: 03931 / 21 06 44
e-Mail: info(at)verlag-mdw.de

In drei Jahrzehnten Wandel zu einer Weltklasse Infrastruktur

mdw-Chef André Wannewitz besuchte die Vereinigten Arabischen Emirate / Expo 2020 in der Hauptstadt Dubai soll alles überbieten, was die Welt bisher woanders gesehen hat / Über 900 deutsche Firmen haben Vertretungen in den VAE / Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer unterstützt deutsche mittelständische Unternehmen bei der Markterschließung in den VAE

In den Vereinigten Arabischen Emiraten habe ich gelernt: Für großartige Erfolge ist Demokratie oftmals hinderlich. Wenn ein Scheich eine Autobahn bauen möchte, dann wird eine Autobahn gebaut. Gleiches gilt für alles, was mit dem Land zu tun hat und dem wirtschaftlichen Aufschwung nützt. Einwände von Umweltschutzorganisationen, etwa vom BUND in Deutschland in Sachen Fledermäuse, verkämen dort allemal zur Lachnummer.

Die VAE – ein Land mit rund neun Millionen Einwohnern, davon sind etwa 8,5 Millionen Menschen Gastarbeiter – besteht in der Fläche aus 96 Prozent Wüste. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts herrschte totale Armut. 3 000 Jahre lebten die Menschen hier im Mittleren Osten im Wüstensand in bitterer Not und haben regelrecht auf ein Wunder gewartet. Ein Weltwunder ist ihnen sodann begegnet: An der Küste des Persischen Golfes wurde im Wüstensand Erdöl entdeckt. Sehr viel – und das macht das Land und die Menschen seitdem reich. Erst seit 1971 besteht die VAE als eine Föderation mit sieben Emeriaten. Und sie hat es in dieser Zeit geschafft, den Wandel zu einer Weltklasse-Infrastruktur zu vollziehen.

Trotzdem: Wasser ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch immer knapp. Man sagt, hier ist Wasser mehr wert als Gold. Deswegen ist alles, was mit Wasser zu tun hat, teuer. Für Mineralwasser und Bier zahlt man in den VAE im Vergleich zu Deutschland ein Vermögen. In tausenden von Jahren haben Kamele das Überleben der Menschen in der Wüste gesichert. Weil diese Tiere gut sehen und Wasser riechen können, waren und sind sie lebenswichtig. „Mit Hilfe der Kamele", erzählt unserer Reiseleiter, „konnten die Leute Wasser finden, auch in den Sandwüsten, auf die Kamele gehen können, Menschen aber nicht." Deshalb betrachten die Araber die Kamele als ein „Geschenk Gottes". Auf die Idee, Kamele als Schimpfwörter zu gebrauchen, würde dortzulande keiner kommen. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen heutzutage rund 800 000 Kamele leben.

(Die ausführliche Reportage lesen Sie im mdw-Sommerheft 2016.)