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Notruf Schlaganfall

Zwischen den Landeshauptstädten Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) befindet sich Deutschlands größtes Stroke Unit-freies Terrain

Einer der größten Arbeitgeber in der Kreisstadt Stendal mit rund 40.000 Einwohnern (nördliches Sachsen-Anhalt) ist das Krankenhaus, ein christliches Anwesen in langer Tradition des Johanniterordens. Seit 1994 wird hier gebaut, modernisiert und erweitert. Das Land Sachsen-Anhalt steckte bisher mit einem dreistelligen Millionenbetrag erhebliche öffentliche Fördermittel in das Vorhaben. Und auch am Anfang des 21. Jahrhunderts wird in Bälde wieder ein Richtfest die zeitige Fertigstellung eines neuen Bauabschnittes ankündigen.

Doch eine Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfällen, eine so genannte Stroke Unit, an der Klinik in Stendal gibt es nicht. Mehr noch: Nach Informationen der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft befindet sich zwischen den Landeshauptstädten Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) Deutschlands größtes Stroke Unit-freies Terrain.

Spätestens 2018/19, wenn der neueste Bauabschnitt am Johanniter Krankenhaus in Stendal fertiggestellt ist, soll es dort auch eine Stroke Unit geben. Versichert zumindest die neue Gesundheitsministerin Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne (SPD) gegenüber mdw. So denkt auch der neue Geschäftsführer des Stendaler Johanniter Krankenhauses, Franz Caecar, und sagt: „Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal sieht gemeinsam mit dem Sozialministerium den Bedarf an einer Stroke Unit am Stendaler Krankenhaus. Aus diesem Grund ist im künftigen Neubau des Krankenhauses eine Stroke Unit fest eingeplant. Die Bauarbeiten haben gerade begonnen, die Inbetriebnahme ist für Mitte 2019 vorgesehen."