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Voller Einsatz im Beruf, und trotzdem studieren an der Uni - Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg macht es möglich

Wer kennt es nicht, das Schlagwort vom lebenslangen Lernen. Und natürlich wird auch jeder zustimmen, dass es immer wichtiger wird, sich weiterzubilden, weil sich unsere Welt immer schneller verändert und man sonst leicht den Anschluss verliert.

 

Aber häufig ist das leichter gesagt als getan. Wie soll es gehen, das lebenslange Lernen, wenn man gleichzeitig dafür sorgen muss, dass am Monatsanfang immer genug auf dem Konto ist, um davon die Miete zu bezahlen und was man sonst zum Leben braucht?! Dafür ist schließlich voller Einsatz im Job gefragt. Wie kann man sich dabei noch weiterbilden? Der eine oder andere Kurs an der Volkshochschule mag schon noch drin sein, aber darüber hinaus?

Genau dieses Problem hatten vor 13 Jahren die Gründer der Otto-von-Guericke Business School Magdeburg vor Augen. Vier Professoren und eine Professorin (die spätere Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff) der Wirtschaftsfakultät der Universität Magdeburg haben sich damals zur Aufgabe gemacht, ein berufsbegleitendes BWL-Hochschulstudium zu schaffen, das einerseits hohen Ansprüchen an die Qualität gerecht wird, andererseits aber für berufstätige Menschen machbar, d. h. nebenberuflich studierbar ist. Sie fanden dabei die Unterstützung der Universität, und so kam es, dass die Business School schon bald einen ersten Universitäts-Studiengang anbieten konnte, der so organisiert war, dass man ihn auch neben dem Beruf studieren konnte. Bewerkstelligt wird das dadurch, dass die Vorlesungen und Seminare am Wochenende stattfinden, genauer am Freitagabend und am Samstag. Studierende der Business School müssen bereit sein, im Jahr etwa die Hälfte aller Wochenenden auf diese Weise ihrer Weiterbildung zu „opfern“. Der Lohn am Ende des Studiums ist ein vollwertiger Universitätsabschluss in einem akkreditierten Studiengang.

Am Anfang gab es nur einen Master-Studiengang, den sogenannten MBA (Master of Business Administration). Das Besondere an diesem Studiengang war und ist, dass er nicht in den Räumen der Universität Magdeburg angeboten wird, sondern in denen der Alten Universität Helmstedt. Die gibt es wirklich, auch wenn sie schon mehr als 300 Jahre außer Betrieb ist. Die Gebäude dieser uralten Universität stehen noch inmitten der im Krieg unzerstörten Helmstedter Altstadt, und sie sind wunderschön. In diesen alten Gemäuern schrieb Gauß seine Doktorarbeit, und dort studierten Otto von Guericke und Giordano Bruno. Das wunderschöne Hauptgebäude (das Juleum) gehört zu den ältesten Universitätsbauten, die es überhaupt in Deutschland gibt.

Mit der Entscheidung, den MBA-Studiengang in Helmstedt anzubieten, konnten die Gründer der Business School zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits gelang es so, den Studierenden der Universität Magdeburg eine Umgebung für ihr Studium zu ermöglichen, die eine historische akademische Tradition in Reinkultur bietet. Andererseits konnte der alten Universität Helmstedt mit diesem Studiengang wieder akademisches Leben eingehaucht werden. Erstmals seit fast 300 Jahren sind wieder aktiv Studenten und Professoren auf dem Helmstedter Campus am Werke.

(Ausführlich im Mai-Heft 2015.)