Kontakt

mdw
Mitteldeutscher Wirtschaftsverlag GmbH
Vor dem Viehtor 22
39576 Stendal

Telefon: 03931 / 21 06 22
Fax: 03931 / 21 06 44
e-Mail: info(at)verlag-mdw.de

"Sparkassen bewähren sich im Wettbewerb, spekulieren aber nicht"

mdw-Gespräch mit Dr. Michael Ermrich, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes

mdw: Herr Präsident, Sie waren seit 1990 mehr als 23 Jahre aktiv in der sachsen-anhaltischen Kommunalpolitik tätig, davon die längste Zeit als Landrat, zunächst des Landkreises Wernigerode, nach der Gebietsreform des Landkreises Harz. Am 1. Juni 2013 wurden Sie Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. Wie verwurzelt sind die Sparkassen in den Kommunen?

Ermrich: Träger der Sparkassen sind die Kommunen. Das sind in der Regel die Landkreise und Kreisfreien Städte, und das Geschäftsgebiet der Sparkasse ist über die kommunalen Grenzen abschließend definiert. Damit sind Sparkassen sehr stark verwurzelt in den Kommunen. Es gilt nach wie vor der Satz meines Vorgängers als Geschäftsführender Präsident, „Geht es den Sparkassen gut, geht es den Städten und Landkreisen gut und umgekehrt, geht es den Städten und Landkreisen gut, geht es auch den Sparkassen gut.“

Sparkassen bewähren sich im Wettbewerb, aber sie spekulieren nicht am Geldmarkt. Auch sie machen Gewinne, aber sie engagieren sich für viele gemeinnützige Projekte, u. a. aus den Bereichen Sport, Kultur, Soziales. Sie wollen so dazu beitragen, dass die Heimat ihrer Kunden lebenswert bleibt.

Übrigens, die Verbindung von Kommunen und Sparkassen ist historisch gewachsen. In den Verwaltungsräten sind neben Sparkässlern und Repräsentanten der heimischen Wirtschaft eben auch Kommunalpolitiker, wie Landräte, Oberbürgermeister und Kreistagsmitglieder.

Zu meiner Person: Seit 1990 bin ich in der Kommunalpolitik aktiv. In den 19 Jahren war ich zunächst Kreisdirektor und dann Landrat.

 

mdw: Am 1. August kam eine der größten Änderungen im Zahlungsverkehr auf uns alle zu. Seit diesem Datum dürfen Kreditinstitute Zahlungen mit Kontonummer und Bankleitzahl nicht mehr akzeptieren. Überweisungen und Lastschriften im europaweiten Sepa-Format sind nun Standard. Inwieweit waren die ostdeutschen Sparkassen auf diesen Termin eingestimmt? Kam es zu Anfangsproblemen, etwa bei den Firmenkunden?

Emrich: Es war unseren Mitgliedssparkassen ganz wichtig, ihre Kunden, vor allem die Firmenkunden oder aber die Vereine und die Kommunen mit ihren kommunalen Unternehmen, auf die Einführung von SEPA vorzubereiten. Sie haben Informationsveranstaltungen durchgeführt. Als OSV haben wir umfangreiche Materialien und Informationen für die Sparkassen, aber auch für die Kunden zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich haben unsere Institute auch Kunden beraten.

Ich kann also aus voller Überzeugung sagen, unsere Sparkassen und ihre Kunden sind fit für SEPA. Übrigens war schon im Juni die überwiegende Zahl der betroffenen Konten umgestellt.

Auch unsere Privatkunden wurden bereits intensiv über SEPA informiert, schließlich müssen sie bei vielen Überweisungen bereits ihre IBAN angeben.

 

Das vollständige Interview lesen Sie im mdw-Sommerheft 2014.