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mdw-Ausgabe Sommer 2010 Drucken

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Die Hochwasserlage in Sachsen entspannt sich weitgehend. Allerorts gibt es kaum noch Einschränkungen. Auf unserem Foto machen sich der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU, l.) und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) am 9. August 2010 in Bad Muskau vor dem Schloss ein Bild von dem Hochwasser der Neiße. 
 

  

   Nach der Flut atmet Sachsen wieder auf

Bürgermeister fordern weiteres Aufstocken der Hochwasserhilfen

Zumindest die Tourismusbranche atmet nach dem verheerenden August-Hochwasser in Sachsen wieder auf. „Die touristische Infrastruktur ist intakt“, sagt die Pressesprecherin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Ines Nebelung. 99 Prozent der Reiseziele in den am meisten betroffen gewesenen Ferienregionen Oberlausitz und Sächsische Schweiz seien 14 Tage nach der Hochwasserwelle wieder ohne Einschränkungen empfangsbereit für Urlauber und Ausflugsgäste. „Kurzfristige Absagen und Stornierungen oder die Änderung von Reiseplänen sind absolut unnötig“, meint Nebelung. Stornierungen von zum Teil zehn Prozent und der Rückgang von Buchungsanfragen für den Spätsommer und die Herbstferien führten zu der Erkenntnis, dass die Bevölkerung verunsichert und Aufklärung nötig ist.

 

Bürgermeister mehrerer vom Hochwasser betroffener Städte und Gemeinde haben inzwischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zu einem Gespräch über die Soforthilfen aufgefordert. Die von der Staatsregierung beschlossenen Gelder könnten nur ein Anfang sein, aber „keinesfalls ein Gesamthilfspaket darstellen“, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick (parteilos). Die Wirksamkeit zinsverbilligter Darlehen und der Soforthilfe von fünf Millionen Euro müssten wegen des Ausmaßes der Schäden in Frage gestellt werden. Allein für das Stadtgebiet Görlitz werden nach Angaben Paulicks die Schäden in Privathaushalten auf 41,3 Millionen Euro geschätzt.

 
Seit 20 Jahren regiert die CDU den Freistaat Sachsen Drucken

Der Freistaat Sachsen wird seit 1990 von der CDU regiert. Als Ministerpräsident leistete Kurt Biedenkopf (r.) nach der Wende wahre Pionierarbeit. 12 Jahre führte er die sächsischen Regierungsgeschäfte. Noch heute gilt Biedenkopf alias „König Kurt“ als einzig wahrer Landesvater Sachsens.

 

 


Ministerpräsident Georg Milbradt (r.), der Biedenkopf 2002 als Regierungschef Sachsens ablöste und bis 2008 amtierte, warb während einer
Japan-Reise im Jahr 2007 (Foto Mitte) ausgiebig für den Wirtschaftsstandort Sachsen. Bei seinen Gesprächen konnte Milbradt damit wuchern, dass Sachsen mit einer Wachstumsrate von vier Prozent im Jahr 2006 zu den dynamischsten Bundesländern gehörte.

 



Stanislaw Tillich (M.) ist in Sachsen der erste ostdeutsche Ministerpräsident. Seit Mai 2008 führt der Politiker sorbischer Nationalität die Geschicke der Staatsregierung. Schon Biedenkopf berief Tillich 1999 in sein Kabinett. Auch unter Georg Milbradt arbeitete Tillich als Minister in mehreren Ministerien, darunter während der Jahrhundertflut 2002 als Chef des Ressorts Umwelt und Landwirtschaft.

Aktualisiert ( Freitag, 27. August 2010 um 09:13 )
 
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Innovativer Park in Leuna
Die Braunkohle aus den Revieren in Mitteldeutschland soll nach dem Willen der Landesregierungen von Sachsen und Sachsen-Anhalt in Zukunft verstärkt als Rohstoff für die chemische Industrie genutzt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, beschlossen die Regierungen auf einer gemeinsamen Sitzung in Wörlitz, das Projekt "Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland" länderübergreifend zu unterstützen.

Rekordzahl angepeilt
Die Berliner Flughäfen haben von Januar bis Juni 12,3 Millionen Passagiere abgefertigt; gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von einer halben Million Fluggästen. Flughafenchef Rainer Schwarz sagte, das Unternehmen werde das Jahr 2010 aller Voraussicht nach mit einer neuen Rekordmarke von über 22 Millionen Passagieren abschließen.

Führungswechsel bei PCK
Die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt steht vor einem Führungswechsel. Der Sprecher der Geschäftsführung, Klaus Niemann, wird in der zweiten Jahreshälfte aus dem Unternehmen ausscheiden, schreibt die Märkische Oderzeitung.  Niemann soll für den russisch-britischen Ölkonzern TNK BP in Russland und der Ukraine sechs Raffinerien modernisieren.

Gutachten für Baustopp
Ein neues Gutachten empfiehlt den Baustopp auf der ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt nach Leipzig. Für den Güterverkehr sei die Strecke "praktisch nutzlos" und für den Personenverkehr "suboptimal" heißt es.

Außer Dienst gestellt
Das älteste deutsche Forschungsschiff "Professor Albrecht Penck" ist in Rostock nach fast 60 Jahren außer Dienst gestellt worden. Mit dem 1951 in Roßlau gebauten ersten DDR-Forschungsschiff waren 1962 Wissenschaftler zur ersten ostdeutschen Forschungsexpedition nach Spitzbergen aufgebrochen.

 
 
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