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Herzlich Willkommen!

Wir begrüßen Sie auf der Homepage der mdw Mitteldeutscher Wirtschaftsverlag GmbH und der Redaktion des Magazins der deutschen Wirtschaft für Innovation und Zukunft (”mdw”)!

Das "mdw"-Magazin (15. Jahrgang/2016) gehört zu den bedeutendsten Zeitungsneugründungen im bisherigen Verlauf des 21. Jahrhunderts in Deutschland.

mdw-Heft März 2016

Titelbild

Die Faszination Porsche in Berlin. Mit dem Neubau des Porsche Zentrums Adlershof nimmt die Zukunft Gestalt an. Hier wurde mit einem 25 Meter hohen Solarpylonen ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt. (Thema)

Foto: Porsche

Merkel bricht ihr Wort gegenüber der Wirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Neujahrsempfang der IHK Magdeburg im Januar 2016.
Foto: IHK/Kühne

Zum Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer war Merkel 2016 Stargast in Magdeburg. Da war Sachsen-Anhalt mitten im Wahlkampf.  Und die Bundeskanzlerin plauderte munter los. 900 Gäste warteten, was Merkel zu sagen hat.

Allen voran Magdeburgs IHK-Präsident Klaus Olbricht, er hofft darauf, dass die Bundesregierung das Förderprogramm MobiPro für ausländische Auszubildende um ein paar Jahre verlängert. Im Rahmen des Programms bekommen die Azubis Geld vom Bund, wenn sie für drei Jahre in Deutschland eine Lehre im Unternehmen absolvieren. Attraktiv ist das nicht nur für die jungen EU-Ausländer, die in ihrer Heimat oftmals kaum Jobperspektiven haben. Auch die deutschen Betriebe profitieren, weil es ihnen von Jahr zu Jahr schwerer fällt, Nachwuchs zu finden.

Bei Kanzlerin Merkel trifft die Forderung zur Freude Olbrichts auf Wohlwollen, in ihrer Rede sagt sie wortwörtlich: „Ich will ausdrücklich zusagen, dass ich mich dafür einsetzen werde, das Programm MobiPro weiterlaufen zu lassen.“ Merkel deutet anschließend sogar an, das Programm noch auszuweiten: „Wir müssen auch schauen, ob wir es effektiver gestalten können. Denn wir müssen möglichst vielen eine Chance geben.“

Merkels Einsatz für die Programm-Verlängerung bleibt jedoch aus. Zehn Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, am 23. März, beschließt das Bundeskabinett, dass MobiPro wie ursprünglich geplant auslaufen wird.

Merkel bricht ihr gegebenes Wort an die Wirtschaft. Sachsen-Anhalts Unternehmerchefs sind enttäuscht. Wieder einmal stimmen bei der Bundeskanzlerin Wort und Tat nicht überein, werden die Menschen in Deutschland getäuscht.

(Quellen: Volksstimme; mdw)

Aktuelles

M.E.E. GmbH aus Schwerin stellt einzigartige Wert-Stoff-Anlage vor / Umweltminister Mecklenburg-Vorpommers Till Backhaus dabei

Handelshochschule Leipzig feiert Wiederaufnahme des Studienbetriebs / Sächsischer Ministerpräsident a.D. Kurt Biedenkopf zum Ehrensenator berufen

mdw-Gespräch mit Thomas Webel (CDU), Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt

Bundesverkehrswegeplan 2030 eine Mogelpackung?

Das Bundesverkehrsministerium sieht in der A14-Verlängerung offenbar nur eine Regional-Autobahn. Schon zur Eröffnung des ersten Teilstückes in Sachsen-Anhalt schickte Berlin im Oktober 2014 mit der damaligen Parlamentarischen Staatssekretärin Katherina Reiche nur die zweite Politgarnitur. Auf unserem Bild durchschneidet sie feierlich das Band für einen 5 Kilometer-Abschnitt, umringt von Politikern der Börde gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (2.v.r.)
Foto: MLV

Ist der Bundesverkehrswegeplan 2030 für Ostdeutschland - insbesondere für den Bau der Verlängerung der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin eine Mogelpackung, die der aus Bayern stammende Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Ostdeutschen aufdiktieren will?

Im Jahr 2020 soll die gesamte Autobahn  A14 von Magdeburg nach Schwerin befahrbar sein, sagte Sachsen-Anhalts Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) in einem mdw-Interview. Nur Tage später veröffentlicht das Bundesverkehrsministerium den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Während  Minister Dobrindt darin vor allem straßenerhaltende Baumaßnahmen festschreibt, auch Erweiterung bestehender Autobahnen und Bundesstraßen (insbesondere die alten Bundesländer und mit besonderer Prägung sein Heimatland Bayern kommen dabei gut weg), muss  Ostdeutschland  um seine großen Verkehrsprojekte bangen: Die A14-Verlängerung im Bereich Sachsen-Anhalt ist konkret nur für den Abschnitt zwischen Wolmirstedt und Lüderitz fest disponiert. Der zu bauende Gesamtabschnitt von Magdeburg nach Wittenberge wurde lediglich  in den "vordringlichen Bedarf" eingestuft. Kann sich etwa dadurch der gesamte Bau der Autobahn 14 auf diesem Abschnitt bis ins Jahr 2030 verschieben?

Wer ist Bodo Ramelow? - Protestant, Gewerkschafter, Christ, Demokratischer Sozialist - Geht das alles überhaupt zusammen?

Von Chefredakteur André Wannewitz

Was ist los mit Bodo Ramelow? Wer ist dieser Mann, der den Freistaat Thüringen seit bald 15 Monaten regiert? Obendrein noch in einer Dreier-Koalition mit der Linkspartei an der Spitze – und er, der erster Ministerpräsident der Linken in Deutschland überhaupt ist.

Im Oktober vergangenen Jahres führte ihn seine erste Auslandsreise als Ministerpräsident nach Israel; mein erster größerer Urlaub nach der deutschen Einheit übrigens auch – an die Klagemauer nach Jerusalem, an den See Genezareth, ans Tote Meer und natürlich zur Gedenkstätte Yad Vashem.

Ramelow ist Protestant, Gewerkschafter, Christ und als Mitglied der Partei Die Linke demokratischer Sozialist. Als Ministerpräsident gibt er gern den Staatsmann; wo gelingt das besser als in Israel? Er ist um Vertrauen und Versöhnung bemüht und arbeitet aktiv daran, in Thüringen jüdisches Leben erlebbar zu machen, den Holocaust aufzuarbeiten und ist an deutsch-israelischer Freundschaft interessiert.
 Editorial

Freier Handel - transatlantisch? / Versprechungen und Sorgen rund um TTIP

Politisch betrachtet und analysiert
von Dr. Hans Jörg Schrötter, Berlin

Selten hat ein Abkommen so polarisiert wie die geplante  „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ – kurz TTIP. Das Projekt soll eigentlich nur Vorschriften und Regeln in der Wirtschaft Europas und der USA langfristig so gestalten, dass sie besser zusammenpassen. Bei den Verhandlungen geht es also darum, Zölle und andere Handelsbarrieren im transatlantischen Handel zwischen der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) abzubauen. Ziel ist eine stärkere Öffnung der Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks. Zudem sollen mit TTIP Einschränkungen für kommerzielle Dienstleistungen verringert, Investitionssicherheit und Wettbewerbsgleichheit verbessert und der Zugang zu öffentlichen Aufträgen auf allen staatlichen Ebenen vereinfacht werden.
 Europa

Spuren, die bleiben

Jährlich fand in Leipzig die Zentrale Messe der Meister von Morgen statt - eine Wirtschaftsinitiative der Freien Deutschen Jugend. Unser Foto entstand beim Messeauftakt im November 1985 mit Eberhard Aurich (Bildmitte) sowie den Mitgliedern des Politbüros des ZK der SED Günther Kleiber und Harry Tisch, Vorsitzender des FDGB-Bundesvorstandes der DDR.
Foto: mdw/Archiv

Von Eberhard Aurich, 1983 bis 1989 Erster Sekretär des Zentralrats der FDJ

„Am 7. März wäre sie 70 geworden“, würde man sagen, um ehrenvoll an eine Frau zu erinnern und ihre früheren Leistungen zu würdigen. Wie erinnert man aber an eine Organisation, die es seit 26 Jahren gar nicht mehr gibt? Noch dazu an eine, die schon beim Nennen ihres Namens gar gegensätzliche Assoziationen hervorruft. Die einen verbinden damit ein Stück ihres aktiven Lebens, die anderen fühlten sich durch sie am eigenen Leben eher gehindert. Die Rede ist von der FDJ, der Freien Deutschen Jugend, die im März 1946 gegründet wurde, 43 Jahre der einzige Jugendverband in der DDR war und in den Wendejahren 1989/1990 sang- und klanglos unterging.  Zeitzeugen